Öffnet in einem neuen Tab

Zuletzt aktualisiert am 17. Oktober 2026

SEO KPI: 5 Kennzahlen, die kleinen Unternehmen reichen

SEO KPI: Fünf Anzeigen auf einem schlichten Cockpit

Welche SEO-KPI zeigt Dir als kleines Unternehmen, ob sich Deine Suchmaschinenoptimierung lohnt? Jedes Tool liefert Dir eine andere Zahl. Hier ein Sichtbarkeitsindex, dort eine grüne Ampel im Plugin, dazwischen ein Pagespeed-Score. Am Ende kennst Du zwanzig Werte und weißt trotzdem nicht, ob mehr Menschen Dich finden und anfragen.

Dieser Artikel richtet sich an Selbstständige und kleine Unternehmen ohne eigene Marketingabteilung. Du erfährst, welche fünf SEO-KPIs wirklich zählen. Dazu bekommst Du einen Zwei-Minuten-Check vorab und eine Monatsroutine von einer halben Stunde. Die Grundlagen findest Du unter SEO lernen.

Kurz beantwortet: fünf Kennzahlen statt fünfzehn

Für ein kleines Unternehmen reichen fünf SEO-Kennzahlen: Impressionen und Klickrate aus der Google Search Console, die Position als Trend über mehrere Wochen, organische Besuche auf Deinen Zielseiten, organische Anfragen oder Käufe sowie ein Relevanzsignal je Seite, immer zusammen mit einer Folgeaktion. Vorher prüfst Du in zwei Minuten, ob Google Deine wichtigen Seiten überhaupt im Index hat. Alle fünf Werte stammen aus Deinen eigenen Daten statt aus Schätzungen von SEO-Tools. Sichtbarkeitsindizes, Pagespeed-Scores und Plugin-Ampeln liest Du nur als Tendenz. Am Ende zählt, ob aus Sichtbarkeit Anfragen werden.

Was eine SEO-KPI von einer Kennzahl unterscheidet

Eine Kennzahl ist jede Zahl, die Du rund um Deine Website messen kannst: Klicks, Ladezeit, Anzahl der Backlinks. Davon gibt es Dutzende.

Eine SEO-KPI ist eine Kennzahl mit einer besonderen Aufgabe. KPI steht für Key Performance Indicator, auf Deutsch Leistungskennzahl. Eine SEO-KPI zeigt Dir direkt, ob Deine Suchmaschinenoptimierung Dein Geschäftsziel voranbringt.

Ein Beispiel: Dein Ziel sind mehr Anfragen über Google. Dann ist die Zahl der Anfragen, die über die Suche kommen, Deine SEO-KPI. Die Ladezeit Deiner Website bleibt eine Kennzahl. Sie kann helfen, sagt Dir aber nicht, ob Du Deinem Ziel näher kommst.

Merke: Jede SEO-KPI ist eine Kennzahl, aber nur wenige Kennzahlen sind SEO-KPIs. Welche das sind, hängt von Deinem Ziel ab.

Der Schuster mit den kaputtesten Schuhen: mein eigener Startpunkt

Ein Schuster repariert einen abgewetzten Schuh an seiner Werkbank; im Hintergrund zeigt ein Laptop eine Kurve.

Ich baue KlickDojo gerade öffentlich neu auf, und Du kannst live mitverfolgen, ob meine Empfehlungen auch bei mir tragen. Das hält meine Skills scharf. Der Schuster hat bekanntlich die kaputtesten Schuhe. Meine waren es auch.

Seit dem 12. August tracke ich meine Keywords im SERPWatcher von Mangools. Das Tool zeigt zwei Werte: den Performance Index für die Rankingleistung und die Visibility für die visuelle Dominanz in den Suchergebnissen. Beide stehen bei mir derzeit auf „N/A / 100“, also ohne Wert. Die Search Console zeigt für die letzten drei Monate 27 Klicks und rund 1.630 Impressionen, also weniger als 20 am Tag, bei einer durchschnittlichen Klickrate von 1,7 Prozent und einer durchschnittlichen Position von 30,2. Schön ist das nicht, aber ehrlich. Das ist meine Baseline, und in drei Monaten siehst Du hier den Vergleich.

Search Console Leistung von klickdojo.de, letzte 3 Monate: 27 Klicks, rund 1.630 Impressionen, durchschnittliche CTR 1,7 %, durchschnittliche Position 30,2
Meine Baseline, Stand 16. Oktober: damit Du in drei Monaten den Vergleich siehst.

Check 0, vorab prüfen (2 Minuten)

Öffne in der Google Search Console unter Indexierung den Bericht Seiten. Oben steht, wie viele Seiten indexiert sind und wie viele nicht, darunter die Gründe.

Eine Lupe prüft eine Reihe von Dokumentseiten, von denen einige hell hervorgehoben und andere ausgegraut sind.

Bei mir sah das am 12. Oktober so aus: Google kennt 56 URLs von klickdojo.de, 26 sind indexiert, 30 nicht. Der größte Block sind 15 URLs mit dem Status „Gecrawlt, zurzeit nicht indexiert“. Erst die URL-Liste zeigt, was drinsteckt:

  • 5 deutsche Inhaltsseiten, darunter Keywordanalyse, Local SEO für KMU und das Bootcamp-Audit
  • 5 englische Sprachversionen derselben Seiten
  • 3 technische Adressen: die WordPress-API, ein Emoji-Skript und der Feed
  • 2 Weiterleitungen

Live geprüft liefern alle Inhaltsseiten Status 200, eine selbstreferenzierende Canonical-URL und keine noindex-Anweisung.

Auffällig:

Der letzte Crawl der fünf deutschen Seiten liegt zwischen dem 29. Juni und dem 28. September, also großenteils vor der Überarbeitung. Meine Sitemap enthält außerdem nur 20 URLs.

Warum Google die Seiten nicht aufnimmt, weiß ich noch nicht, und die Daten sind teils veraltet. Google schreibt zu diesem Status, dass Du solche URLs nicht neu einreichen musst. Weil ich die meisten Seiten nach dem letzten Crawl überarbeitet habe, beantrage ich trotzdem über die URL-Prüfung eine neue Indexierung und messe in vier Wochen erneut.

Die Lehre für Dich:

Öffne immer die URL-Liste, denn oft zählt Google Technik-Adressen und Sprachversionen mit. Dann stellst Du Dir eine Frage: Stehen Deine wichtigsten Seiten, also Angebot, Leistungen und Kontakt, bei den indexierten? Wenn eine fehlt, hat Deine Messung bei allen fünf Kennzahlen ein Loch. Indexierung ist deshalb für mich keine KPI, sondern ihre Voraussetzung.

Search-Console-Bericht Seiten von klickdojo.de: 26 indexierte und 30 nicht indexierte URLs
Meine Ausgangslage am 12. Oktober: 26 indexierte, 30 nicht indexierte URLs.

Vom Geschäftsziel zu den richtigen SEO-KPIs

Leg zuerst fest, was Deine Website leisten soll. Die Kennzahl folgt dem Ziel. Welche Suchanfragen dafür relevant sind, klärst Du vorher mit einer Keywordanalyse.

Dein ZielHaupt-KPIDiagnosewerte
Sichtbarkeit aufbauenImpressionen für relevante SuchanfragenPosition als Trend, Klickrate
Passende Besucher gewinnenOrganische Besuche auf ZielseitenSuchintention, Relevanzsignal, Folgeaktionen
Mehr Anfragen bekommenOrganische Anfragen per Formular, Telefon oder BuchungConversion-Rate der Landingpage
Mehr im Shop verkaufenOrganische Bestellungen und UmsatzWarenkorb-Aktionen, Kaufabschlüsse
Lokal gefunden werdenAnrufe, Routenanfragen und Anfragen aus Deiner RegionImpressionen mit Ortsbezug, Google-Unternehmensprofil

Für das lokale Ziel findest Du die Details unter Local SEO für KMU.

Die fünf Kennzahlen im Detail

1. Impressionen und Click-Through-Rate in der Google Search Console

Impressionen zeigen Dir, wie oft Deine Seiten in den Suchergebnissen aufgetaucht sind. Die Klickrate, englisch Click-Through-Rate oder CTR, zeigt, welcher Anteil davon zu einem Klick geführt hat: CTR = Klicks / Impressionen x 100. Beide Werte stehen im Bericht Leistung der Search Console. Lies sie zusammen, gefiltert nach Seite und Suchanfrage.

Ein Fall aus meinen Audits zeigt, warum. Ein B2C-Onlineshop hatte beeindruckende Impressionen, also hohe Sichtbarkeit. Die Klickrate lag dagegen im Schnitt bei 0,5 Prozent, wie unter einer unsichtbaren Decke. Die Analyse ergab: Der rote Teppich zum Produkt, also Title Tag und Meta Description, war weniger attraktiv als beim Wettbewerb. Die Meta Descriptions hatte niemand von Hand gesetzt. Sie kamen aus der Produktbeschreibung, waren zu lang und für die Suchergebnisseite irrelevant. Die neuen Texte entstanden von Hand: höchstens 155 Zeichen, mit Keyword, Haken, Benefit und Call-to-Action. Drei Monate nach der Umsetzung lag die Klickrate über 2,5 Prozent, und der Shopbesitzer freute sich über mehr Umsatz.

Bei sehr kleinen Zahlen wie meinen verschiebt ein einziger Klick die Tages-CTR schnell um fünf Prozentpunkte oder mehr. Schau dann auf die Suchanfragen: Passen sie zu Deinem Angebot?

2. Position und Keyword-Rankings nur als Trend

Die durchschnittliche Position in der Search Console ist ein Mittelwert über viele Suchanfragen und Einblendungen, keine feste Platzierung. Rank-Tracker wie der SERPWatcher von Mangools oder Sistrix fragen Rankings zu bestimmten Zeitpunkten ab. Das sind Stichproben.

Vergleiche deshalb gleich lange Zeiträume, zum Beispiel die letzten 28 Tage mit den 28 Tagen davor. Bei mir zeigt sich das deutlich: Die Search Console meldet eine durchschnittliche Position von 30,2, während der SERPWatcher für meine getrackten Keywords noch gar keinen Wert liefert. Beides stimmt, die Tools messen nur anders: Die Search Console mittelt über alle Suchanfragen, bei denen Deine Seite tatsächlich eingeblendet wurde. Der SERPWatcher prüft nur meine festen Keywords, auch wenn ich dort noch gar nicht auftauche.

3. Organische Besuche auf Deinen Zielseiten

Organischer Traffic als Gesamtwert taugt wenig. Leg deshalb Deine Zielseiten fest: Angebot, Leistungen, Preise, Kontakt und die Ratgeber, die dorthin führen. In Deinem Statistik-Tool schaust Du nur auf diese Seiten, gefiltert auf Besuche aus der Suche.

Ich selbst messe Besucher nicht in GA4, sondern mit Burst Statistics, einem Statistik-Plugin für WordPress, das relativ datenschutzfreundlich ist. Ich setze es auf fast allen WordPress-Seiten, mit denen ich arbeite, ein, um die Datenhoheit zu behalten. Burst bietet ein Tracking ohne Cookies an, das laut Hersteller in vielen Ländern ohne Consent-Banner auskommt, wobei es auf Deine Einstellungen ankommt. Ob Du eine Einwilligung brauchst, klärst Du selbst, im Zweifel mit Deinem Datenschutzbeauftragten. Das ist kein Rechtsrat. Dass die Besuche in Deinem Tool von den Klicks in der Search Console abweichen, ist normal: Beide zählen unterschiedlich.

4. Organische Anfragen und Conversion-Rate

Eine Conversion ist die Handlung, die Dein Geschäft weiterbringt: Kontaktformular, Anruf, Terminbuchung, Kauf. Die Conversion-Rate teilt Conversions durch Besuche. Bei wenigen Anfragen im Monat sagt Dir die absolute Zahl mehr als eine Rate, die bei jeder Anfrage springt.

Führ zusätzlich eine einfache Anfragenliste mit Datum, Anliegen und der Frage „Wie hast Du uns gefunden?“. Sie ist Deine robusteste Datenquelle und zeigt Dir, ob die Anfragen auch passen.

Wie wenig einzelne Werte allein verraten, zeigt ein B2B-Dienstleister aus meinen Audits.
Der Traffic stieg, alle SEO-Werte zeigten nach oben, trotzdem kamen keine Anfragen. Es gab einen großen Informationsbeitrag mit 5.000 Wörtern und eine Produkt-Landingpage mit einer kostenlosen Demo als CTA.

Conversions:

null.

Es fehlte der Schritt dazwischen: eine Seite, die zeigt, wie Du die Herausforderung selbst meisterst, mit Verweis auf die kostenpflichtige Lösung. Nachdem diese Zwischenseite eingebaut war, sah der Weg so aus: Von 100 Besuchern des Informationsbeitrags gingen 20 zum Do-it-yourself-Beitrag, 5 davon weiter zur Lösung. Daraus kamen zwei Testanfragen.

Eine Brücke verbindet zwei Stufen eines Trichters, in den viele Figuren eintreten und aus dem zwei herauskommen.

Die Metriken spielten dabei eine kleinere Rolle als die Funnel-Struktur. Niemand springt von „Ich habe mich informiert“ direkt zu „Testangebot“, solange die Lösungswege nicht klar und transparent sind.

5. Ein Relevanzsignal je Seite statt Bounce Rate

Die fünfte Kennzahl zeigt Dir, ob Besucher auf einer Seite finden, was sie suchen. Dein Statistik-Tool liefert dafür Werte wie Absprungrate oder durchschnittliche Sitzungsdauer. In Burst Statistics heißt der passende Wert „Durchschnittliche Zeit auf der Seite“. Wenn Du GA4 nutzt, sind es dort Interaktionsrate und durchschnittliche Interaktionsdauer.

Meine persönlichen Erfahrungswerte für die durchschnittliche Zeit auf der Seite in Burst: Über 40 Sekunden ist in Ordnung, über eine Minute gut, über zwei Minuten sehr gut, dann ist die Seite besonders relevant. Das sind Faustregeln aus meiner Praxis, keine Normwerte.

Wie sehr der Gesamtschnitt täuscht, zeigt das Beispiel unten: Während die durchschnittliche Zeit über alle Seiten bei 21 Sekunden liegt, erreichen einzelne Top-Seiten zwischen 44 Sekunden und 1 Minute 1 Sekunde. Schau Dir deshalb immer die Seiten einzeln an.

Burst Statistics, Reiter Einblicke: Kacheln zu Seitenaufrufen, Sitzungen, Besuchern, Absprungrate und durchschnittlicher Zeit auf der Seite, darunter Tabellen Seiten und Verweisquellen
Beispiel aus einer anderen Website, anonymisiert.

Lies dieses Signal immer mit einer Folgeaktion zusammen, etwa dem Klick auf Kontakt oder auf die passende Angebotsseite. Beachte außerdem die Grenzen:

  • Eine kurze Sitzung kann heißen: Frage beantwortet. Wer Deine Öffnungszeiten sucht und sofort findet, geht wieder. Das ist ein Erfolg.
  • Die Zahl ist nur zwischen gleichartigen Seiten vergleichbar, also Ratgeber mit Ratgeber und Leistungsseite mit Leistungsseite. Achte auf Seitentyp und Textlänge: Eine kurze Kontaktseite braucht weniger Zeit als ein langer Ratgeber.
  • Je nach Tool und Einstellung fehlen Besucher, die das Tracking über das Consent-Banner ablehnen. Deine Werte beschreiben dann nur einen Teil Deiner Besucher.

Grüne Ampeln, hohe Scores: Kennzahlen, die beruhigen und wenig verraten

Eine grüne Ampel steht neben einem Kompass mit leicht schwankender Nadel und einem unbeschrifteten Richtungsschild.

Ich nutze selbst SEO-Tools, auch bei SEO Audits. Seit der Welle der generativen KI lese ich ihre Zahlen aber nur noch als Tendenz, weil die Tools Google nach meiner Einschätzung nicht mehr zuverlässig auslesen können. Selbst mein Rank-Tracker kennzeichnet seine Visibility als Beta und weist darauf hin, dass die Formel noch abgestimmt wird und sich die Werte ändern können.

Dazu passt ein Bericht von SEO Südwest über abweichende Suchergebnisse für automatisierte Abrufe: Google liefere automatisierten Abfragen offenbar andere Suchergebnisse aus als normalen Nutzern. Nach Beobachtungen von Derek Perkins (nozzle.io) betreffe das etwa acht Prozent der Ergebnisseiten, freie Plätze würden mit Social- und Forenbeiträgen aufgefüllt. Eine Stellungnahme von Google zitiert der Artikel nicht.

Meine Einordnung dazu: Je dynamischer die Suchergebnisseite durch KI-Antworten wird, desto weniger sagt eine feste Platzierung aus. Layout, Standort, Gerät und Suchhistorie verändern, was jemand sieht, und das erklärt für mich auch, warum Anbieter ihre Sichtbarkeitsformeln laufend anpassen.

Diese fünf Werte siehst Du in Tools oft zuerst. Hier steht, was jeder aussagt und was nicht:

  • Sichtbarkeitsindex: Er misst, wie Domains bei einer festen Keyword-Auswahl des Anbieters abschneiden, etwa bei Sistrix. Die Suchanfragen Deiner Kunden stecken darin nur zum Teil. Bei Nischenthemen zeigt der Index deshalb oft fast nichts.
  • Traffic-Schätzungen und Domain-Werte: Mangools, Surfer SEO und Co. schätzen Besuche und Autorität aus Modellen. Näher an Deiner Website sind Search Console und Dein Statistik-Tool, aber auch sie sind nicht lückenlos. In der Search Console können die Gesamtklicks oben höher sein als die Summe in der Suchanfragen-Tabelle darunter, weil Google selten gesuchte, anonymisierte Suchanfragen dort nicht auflistet. In meinem Konto standen am 16. Oktober für 24 Stunden oben 1 Klick, in der Tabelle bei allen Suchanfragen 0 Klicks. Dass Diagramm und Tabelle abweichen können, steht auch in der Hilfe von Google zum Leistungsbericht.
  • Pagespeed-Score: Er stammt aus einer Labormessung, also einem simulierten Seitenaufruf. Aussagekräftiger sind die Core Web Vitals aus echten Nutzerdaten. Als gut gelten am 75. Perzentil: LCP bis 2,5 Sekunden, INP bis 200 Millisekunden, CLS bis 0,1.
  • Die grüne Yoast-Ampel: Sie zeigt, dass Dein Text die Regeln des Plugins erfüllt, etwa zu Keyword-Nutzung und Lesbarkeit. Ob er die Suchintention trifft und Deinen Lesern inhaltlich weiterhilft, prüft sie nicht.
  • Tool-Wettbewerber: Tools zeigen Domains mit ähnlichen Keywords. Wer Dir wirklich Anfragen wegnimmt, erfährst Du aus Deiner Anfragenliste („Wen hast Du noch angefragt?“) und von Deinen Kunden.

Wie trügerisch so ein Score ist, habe ich an mir selbst gesehen. Ich habe meine Audits neu durchgezählt und komme auf 82. In 47 davon habe ich den Pagespeed-Score als Pluspunkt gewertet, nach meiner persönlichen Regel: über 50 ist in Ordnung, eine Norm ist das nicht. In 46 dieser 47 Fälle standen auf derselben Folie trotzdem Mängel bei Überschriften, Keywords oder Inhalt. Ein guter Score sagt also fast nichts darüber, ob eine Seite für Menschen und Suchmaschinen taugt.

Technische Scores sagen Dir nichts über Usability, Nutzermehrwert, Sichtbarkeit in Deinem Zielbereich oder Conversions. Für Deine Entscheidungen haben Deine eigenen Daten Vorrang: Search Console, Dein Statistik-Tool und Deine Anfragenliste. Wann die Tools wieder so zuverlässig werden wie vor der KI-Welle, ist noch offen.

SEO-Erfolg in KI-Suchen messen: was geht und was nicht

KI-Antworten in Google, ChatGPT oder Perplexity beantworten viele Fragen direkt. Du kannst dort als Quelle genannt werden, ohne dass jemand klickt. Diese Zero-Click-Sichtbarkeit taucht in Deinen Besucherzahlen nicht auf.

Eine Antwortblase verweist auf Quellenkarten; eine Hand zeigt auf eine Quelle, ohne sie anzuklicken.

In der Leistungsansicht verlinkt die Search Console inzwischen auf einen eigenen Bericht zu generativen KI-Funktionen. In der englischen Oberfläche heißt der Menüpunkt Performance > Generative AI, der Seitentitel „Generative AI features“, mit Beta-Kennzeichnung. Er zeigt Impressionen im Zeitverlauf, aufteilbar nach Seiten, Ländern, Geräten und Tagen. Laut Google zählt er, wie oft Links zu Deiner Website in Übersichten mit KI und im KI-Modus angezeigt wurden. Klicks und Suchanfragen zeigt er nicht.

Search Console, Bereich Generative AI features (Beta) mit Impressionen im Zeitverlauf, anonymisierte Beispiel-Website
Anonymisiertes Beispiel einer anderen Website, Domain unkenntlich gemacht. Das ist nicht klickdojo.de.

Ergänzend misst Du selbst: Besuche aus ChatGPT oder Perplexity erscheinen in Deinem Statistik-Tool oft als Verweisquellen. Mehr Suchen nach Deinem Firmennamen sind ein indirektes Signal, und Deine Anfragenliste bekommt die Antwort „KI-Assistent“. Der AI Tracker in Surfer SEO oder der AI Search Watcher von Mangools zählen Nennungen auf festgelegte Fragen. Das sind Stichproben, denn KI-Antworten schwanken je nach Frage, Zeitpunkt und Modell.

Deine Monatsroutine in 30 Minuten

Ein Kalenderblatt mit sechs Aufgabensymbolen steht neben einer Sanduhr für eine kurze monatliche SEO-Prüfung.

Notiere vorab Deine fünf Werte als Baseline, auch wenn sie klein sind. Sie bewegen sich nacheinander: erst Indexierung, dann Impressionen, Position, Klicks, Besuche und zuletzt Anfragen. Bei einer neuen oder schwachen Domain dauert das nach meiner Erfahrung Wochen bis Monate. Danach reicht diese Routine:

  1. Check 0 (2 Minuten): Bericht Seiten öffnen. Fehlt eine Zielseite oder ist ein neuer Grund dazugekommen?
  2. Leistung (8 Minuten): Letzte 28 Tage gegen die 28 Tage davor, Impressionen, Klicks und Klickrate für Deine Zielseiten.
  3. Positionen (5 Minuten): Die wichtigsten Suchanfragen als Trend, keine Einzeltage.
  4. Statistik-Tool (7 Minuten): Organische Besuche auf Zielseiten, Relevanzsignal und Folgeaktion je Seite.
  5. Anfragen (5 Minuten): Wie viele kamen über die Suche, und wie viele passten?
  6. Eine Entscheidung (3 Minuten): Welche Seite bekommt diesen Monat Arbeit? Mit Datum notieren.

Einzelne Seiten prüfst Du zwischendurch mit der kostenlosen Detailed SEO Extension: Title, Description, Canonical und Robots-Tag in Sekunden. Was ein vollständiges SEO-Audit zusätzlich prüft, liest Du im Ratgeber dazu.

Häufige Fragen zu SEO-Kennzahlen

Was sind typische KPIs im SEO?

Impressionen, Klicks, Klickrate, Rankings, organischer Traffic, Conversions und Conversion-Rate. Welche Du brauchst, hängt von Deinem Ziel ab.

Welche SEO-KPIs sind die wichtigsten?

Für die meisten kleinen Unternehmen sind es organische Anfragen oder Käufe. Alle anderen Kennzahlen zeigen Dir den Weg dorthin.

Welche wichtigen SEO-Kennzahlen gibt es außer diesen fünf?

Backlinks, Core Web Vitals, Seiten pro Sitzung, Sichtbarkeitsindex und Domain-Werte. Sie helfen bei der Diagnose.

Was ist ein KPI-Dashboard?

Eine Übersicht Deiner wichtigsten Kennzahlen auf einer Seite. Für fünf Werte reicht anfangs eine Tabelle.

Ist SEO noch sinnvoll, wenn KI-Antworten Klicks abfangen?

Ja. Menschen suchen weiter, und KI-Antworten greifen auf Inhalte aus dem Web zurück und nennen dabei oft Quellen. Was sich ändert, ist die Messung: Neben Klicks zählst Du Nennungen, Markensuchen und Anfragen.

Fünf Zahlen, eine Entscheidung pro Monat

Prüf vorab die Indexierung, verfolge die fünf Werte aus Deinen eigenen Daten und lies alles, was ein Tool schätzt, als Tendenz. So triffst Du jeden Monat eine Entscheidung auf Basis Deiner echten Zahlen.

Wenn Du wissen willst, wo Deine Website gerade steht und welche Seite zuerst Arbeit braucht, sehe ich sie mir im SEO Sprint-Audit an. Du bekommst ein Video von rund 15 Minuten mit einer klaren Hauptempfehlung, für 150 € netto. Ich liefere innerhalb von 48 Stunden an Werktagen. Gibst Du mir Lesezugriff auf Deine Search Console, arbeite ich mit Deinen echten Klickzahlen statt nur mit Tool-Schätzungen. Buchst Du innerhalb von 60 Tagen ab Lieferung das Bootcamp-Audit, rechne ich Dir die 150 € voll an.

Erstveröffentlicht am 17. Oktober 2026

Portrait photo of Matos Kaumba

Matand “Matos” Kaumba

SEO Expert at KlickDojo. Over ten years of experience, more than 70 projects managed.
Learn more about me →